Aufatmen bei den Wählern des neuen österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen: Der 72-jährige aus dem Lager der Grünen gewann mit einem hauchdünnem Vorsprung von nur 31.000 Stimmen, mit 51,3 zu 49,7 Prozent.
Österreich scheint nach der Wahl in zwei gleichgroße Seiten gespalten, mit teils gegensätzlichen Ansichten, teils dem Wunsch nach einem Gegengewicht im politischen Karussell.
Van der Bellen, der zuvor angekündigt hatte, als Bundespräsident einen FPÖ-Kanzler verhindern zu wollen, erklärte nun, er wolle die scheinbare Polarisierung im Land nicht überbewerten.
Er wolle als unabhängiger Präsident für alle Österreicher da sein und lasse deshalb seine Mitgliedschaft bei den Grünen ruhen.
“Viele Menschen in diesem Land fühlen sich offensichtlich nicht ausreichend gesehen oder gehört oder beides. Und wir werden eine andere Kultur brauchen, eine andere Gesprächskultur, eine Politik, die sich nicht so sehr mit sich selbst oder mit der medialen Öffentlichkeit beschä