In Syrien dauert die Evakuierungsmission für Ostaleppo an. Verletzte werden in ländliche Gebiete westlich von Aleppo gebracht, wo sie durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes medizinisch versorgt werden.
Türkischen Regierungsangaben zufolge ist mittlerweile ein sechster Evakuierungskonvoi aufgebrochen. Bisher wurden demnach mehr als 7000 Menschen evakuiert. Finales Ziel sind unter anderem Rebellengebiete in der Provinz Idlib.
We have evacuated more than 7000 civilians in 5 convoys departing from East Aleppo. Our work continues.— Mevlüt Çavuşoğlu (@MevlutCavusoglu) 16. Dezember 2016
Nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind unter den Evakuierten auch Hunderte Kämpfer.
Einige Verletzte sollen auch in die Türkei gebracht werden, so der Chef des türkischen Roten Halbmonds Kerem Kınık: “Wir arbeiten mit dem Syrischen Halbmond zusammen, vor allem bei der Evakuierung der Verletzten. Dafür werden in Idlib und auf türkischer Seite Vorbereitungen getroffen. Unser Krankenhaus ist bereit.”
Die gegnerischen Truppen hatten sich nach der fast vollständigen Rückeroberung Aleppos durch die syrische Regierung und ihre Verbündeten auf den Abzug der Rebellen und den Evakuierungsplan geeinigt. Mit dem Sieg über die Aufständischen in Ost-Aleppo kontrolliert das Assad-Regime wieder alle großen Städte des Landes.