»Kein Bock mehr auf Superhelden-Filme!« liest man immer häufiger selbst von Kinogängern, die vor einigen Jahren noch begeistert in den neuesten Streifen aus dem Hause Marvel oder DC gerannt sind. Doch inzwischen haben viele Ex-Fans genug von der meist ähnlichen Struktur-Schablone, nach der die Handlungen erzählt werden. Das Ergebnis sind stark gesunkene Einspielergebnisse und die Frage steht im Raum: Was machen die Verantwortlichen dagegen?
Bei Marvel hat man eine überraschende Antwort auf diese Frage: humorvolle Selbstironie . Sie bringen mit Wonder Man ab dem 28. Januar 2026 eine neue MCU-Serie auf Disney Plus, in der ein schräger Regisseur (Zlatko Buric) mithilfe des nicht minder schrägen Trevor Slattery (Sir Ben Kingsley) und des Möchtegern-Schauspielers Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II) einen Film drehen möchte, der die auch im MCU vorhandene Superhelden-Müdigkeit heilen soll. Was anfangs niemand ahnt: Simon Williams ist ein echter Superheld, der seine enormen Kräfte um jeden Preis geheimhalten möchte.
Der erste Trailer, den ihr euch oben anschauen könnt, findet großen Anklang im Internet. Auf YouTube kommt das Video zum Zeitpunkt dieser Meldung bei rund 80.000 Views bereits auf stattliche 10.000 Upvotes, was auf der Plattform eine respektable Quote ist. In den Kommentaren loben viele die Selbstironie, mit der sich Marvel den Fans hier präsentiert. Aussagen wie »Das ganze Konzept [der Serie] ist einfach genial« und »Einer der besten Trailer, die ich seit langem gesehen habe« unterstreichen die positive Stimmung.
Auch auf Reddit hat sich Wonder Man mit seinem ersten richtigen Trailer den Ruf einer potenziellen Positiv-Überraschung des neuen Film- und Serienjahres erworben. Dort schreiben User Dinge wie »Das sieht großartig und spaßig aus«, »Ich hoffe, das ist nicht nur ein Fall von gutem Marketing, denn das sieht fantastisch aus« und »Ich bin ehrlich froh darüber, dass es bei Marvel einen kreativen Neuanfang gegeben hat, denn das sieht vielversprechend aus«.
Worauf der letzte Kommentar anspielt, ist eine Meldung aus dem Jahr 2024 . Angesichts der zunehmenden Superhelden-Müdigkeit und den stark sinkenden Einspielergebnissen trat Marvel offiziell auf die Bremse, was den Output an neuen Filmen und Serien angeht.
Auffällig hierbei: Seitdem erschienen noch einige Filme und Serien, die größtenteils vor diesem kreativen Neustart gedreht wurden, etwa Captain America: Brave New World und Ironheart – und diese kamen nach wie vor nicht gut bei Kritikern und Fans weg.
Projekte, die nach dem angestrebten Kurswechsel realisiert wurden, erhielten deutlich mehr Kritikerlob und besserten zumindest den Ruf von Marvel wieder ein wenig, auch wenn sich das noch nicht an den Einspielergebnissen gezeigt hat – hier wären vor allem die Thunderbolts* ein gutes Beispiel.